Nicht nur die Hitze trocknet Flüsse aus - weshalb Klimaschutz alleine zu kurz greift

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00:00:00: Herzlich Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Analyse.

00:00:04: Niedrigwasser auf deutschen Flüssen.

00:00:07: Nicht nur die Hitze trocknet Flüsse aus, weshalb Klimaschutz alleine zu kurz greift.

00:00:13: Schon nineteenundzeintneunzig hätten die Fahrerinnen im Rhein vertieft werden sollen.

00:00:18: Erst jetzt will die Bundesregierung das Vorhaben umsetzen.

00:00:22: Auch Flachschiffe sind eine Option gegen niedrigen Pegelstand Doch auch die Industrie arbeitet mit veralteten Methoden.

00:00:29: BASF und RWE sind die größten Wasserschlucke am Rhein.

00:00:34: Welche Lösungen gibt es für die Zukunft?

00:00:36: Ein Beitrag von Tom Göller vom drehzehnten August.

00:00:39: zwei tausendsechsundzwanzig an Mikrofon Joachim Bettermann.

00:00:44: In Europa haben nur wenige Städte so günstige Handelswege für die Binnenschifffahrt über Flüsse wie in Deutschland.

00:00:51: Nahezu alle großen Städter liegen an bedeutenden Flüssen.

00:00:55: Berlin beispielsweise liegt an Spree und Habel, und verfügt über ein weit verzweigtes Kanalsystem.

00:01:02: Hamburg- und Markteburg liegen an der Elbe, München an der Isar, Köln am Rhein und Frankfurt am Main.

00:01:10: Frankfurt verfüge sogar über zwei Häfen in denen sowohl Shitgut als auch Container für das Rhein-Main-Gebiet B und Entladen werden!

00:01:20: Die deutschen Flüsse prägen seit mehr als tausend Jahren nicht nur die Wirtschaft und den Handeleinzelners Städte, sondern die des ganzen Landes.

00:01:29: Der Rhein spielt dabei die größte Rolle und stellt die verkehrsreichste Wasserstraße Europas dar, die die Region Frankfurt am Main über Köln und Duisburg direkt mit den Seehäfen Rotterdam und an Werben verbindet.

00:01:44: Unter allen Häfen ist Duisburg im Ruhrgebiet der größte Binnenhafen Europas und gilt als Güterumschlagshab.

00:01:53: Der Main-Donau-Kanal ermöglicht eine durchgehende Verbindung quer durch Zentraleuropa, von den Nordseehäfen bis ins Schwarze Meer.

00:02:03: Ausbau der Wasserwege hätte schon twoundneunzig erfolgen sollen!

00:02:09: Wenn nun mehrere Flüsse gleichzeitig unter Niedrigwasser leiden, hat das schwere Folgen für die gesamte europäische Wirtschaft und die öffentliche Versorgung.

00:02:18: In den vergangenen Jahren häuften sich die Niedrigsstände.

00:02:34: Aktuell können die Binnenschiffe wegen des Niedrigwassers nur noch bis zu zwanzig Prozent ihrer Kapazität beladen werden, was den Güterverkehr deutlich verteuert.

00:02:45: Deshalb lud der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger CDU am sechsten August die Verkehrsminister der Länder zu einem Krisengipfel nach Bonn ein.

00:02:55: Beschlossen wurde das Sonnen- und Feiertagsfahrverbot für LKW zeitweilig aufzuheben.

00:03:01: Diese Entscheidung soll dabei helfen, die Lieferketten aufrechtzuerhalten.

00:03:06: Des Weiteren wurde beschlossen, die bundeseigen Autobahngesellschaft anzuweisen den Ausweichverkehr nicht durch vermeidbare Baustellen zu behindern.

00:03:15: Zudem habe die Gütertransportgesellschaft der Deutschen Bahn DB Cargo laut Bilger zugesichert mehr Güter auf die Schiene zu bringen.

00:03:25: Eine bereits twohundneinzig von der damaligen Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl beschlossene Ausbaumaßnahme des Rheins soll nun umgesetzt werden.

00:03:36: Technische und sedimentologische Risiken sowie strenge ökologische Hürden und der Widerstand von Umwelt- und Naturschutzverbänden hatten eine Vertiefung der Fahrerinnen im Rhein bisher verhindert.

00:03:49: Bilger kommentierte dies mit den Worten, Zitat Jeder Zentimeter mehr Fahrrinnentiefe bedeutet am Ende mehr Ladung im Schiff.

00:03:58: Mehr Ladung auf dem Schiff bedeutet weniger zusätzliche Lkws auf unseren Straßen und es bedeutet vor allem sichere Lieferketten für unsere

00:04:06: Wirtschaft.".

00:04:09: Auch die deutsche Industrie- und Handelskammer DIHK begrüßte die angekündigten Schritte.

00:04:16: Diese seien Zitat wichtig, um die akuten Folgen des Niedrigwassers für die Wirtschaft abzumildern.

00:04:23: Erklärte der Bereichsleiter für Infrastruktur Dirk Binding und fügte hinzu dass eine Verlagerung der Transporter auf Straße und Schiene bei den Unternehmen nur Zitat kurzfristig für eine gewisse Entlastung sorgen könne.

00:04:39: Die eigentlichen Aufgaben lägen in der Zukunft.

00:04:42: Binding weiter Wir müssen unsere Wasserstraßen resilient für Niedrigwasser und andere Extremwetterereignisse machen.

00:04:49: Das ist kein Sprint, sondern ein

00:04:51: Langstreckenlauf.".

00:04:55: Weiterer Einbruch des Wirtschaftswachstums.

00:04:59: Die ohnehin schwächelnde deutsche Wirtschaft wird durch das Niedrickwasser auf den deutschen Wasserverkehrsstraßen weiter belastet.

00:05:06: Während das IFO-Institut im Juni noch von einem Wachstum von Rechnete die DIHK laut einer Erhebung unter mehr als Dreiundzwanzigtausend Unternehmen Ende Mai sogar nur mit einem Wachstum von Nullkommadreiprozent.

00:05:23: Der Ökonom Simon Gerards Iglesias vom Institut der Deutschen Wirtschaft IW befürchtet aufgrund der Logistikprobleme auf den Wasserstraßen nun einen Einbruch des Wirtschaftswachstums.

00:05:37: ähnlich wie im Dürre Jahr Damals habe das Niedrigwasser die Wirtschaftsleistung umschätzungsweise null Komma vier Prozent reduziert, sagte er der Deutschen Presseagentur.

00:05:51: Schiff bei Weitem am günstigsten Fest steht.

00:05:55: wenn Schiffe weniger laden können oder ganz ausfallen steigen die Transportkosten und es kann zu Produktion Einschränkungen kommen.

00:06:03: Das ELBE Promotion Center hat ausgerechnet, dass ein Binnenschiff beim Transport von Massengütern im Durchschnitt siebenundsechzig Prozent weniger Energie als ein LKW und fünfunddreißig Prozent weniger als die Bahn benötigt.

00:06:17: Auch beim CO-Zwei-Ausstoß je Tonne schneidet das Schiff mit dreiunddreizig Komma vier Gramm deutlich besser ab als die Bahnen.

00:06:24: Achtundvierzig Komma Eins Gramm unter Lkw hundertsechszig Gramm.

00:06:31: Hinzu kommt, bei gleichem Energieeinsatz kann ein Binnenschiff eine Gütertonne dreihundertsiebzig Kilometer weit fahren.

00:06:37: Die Bahn schafft dreihundert Kilometer – der LKW nur hundert Kilometern!

00:06:43: Und was den Personalaufwand angeht braucht einen Binnenschiff nur eine Person die Bahn sechs und der Lkw zwanzig Menschen Allein.

00:06:51: an diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass die derzeitigen Maßnahmen wie die Verlagerung des Transport auf Schiene und Straße nur eine Notlösung darstellen.

00:07:02: Allerdings ein Schiff bleibt immer an Flüsse- und Kanäle gebunden und benötigt einen Hafen sowie Zulieferungen und Abholung der Güter durch LKW.

00:07:12: Auch die Bahn ist an ihr Schienennetz gebunden.

00:07:21: Insofern bietet der Lkw-Transport die höchste Flexibilität, denn er kann immer direkt zum Kunden fahren.

00:07:29: Lösung – Flachgangsschiffe.

00:07:33: Das ausbargern tieferer Fahrrinnen stellt nur eine von mehreren Lösungen gegen Niedrigwasser dar.

00:07:39: Auch den Neu und Umbau von Frachtschiffen auf sogenannte flachgangschiffe bietet sich an.

00:07:46: Der Mainzer Biologe Kai Linden erklärt auf seiner Website OurRhyne Ihre Vor- und Nachteile.

00:07:54: Diese Schiffe können mit reduziertem Tiefgang, auch bei kritisch niedrigen Wasserständen noch nennenswerte Ladungsmengen

00:08:02: befördern.".

00:08:05: Prototypen mit einem maximalen Tiefgang von ein Meter zwanzig gegenüber zwei Meter fünfzig bis drei Meter bei konventionellen Frachtschiffen seien auf dem Rhein bereits erprobt worden.

00:08:19: Allerdings büßen diese Schiffe bei normalem Wasserstand an Kapazität ein.

00:08:23: Ein wirtschaftlicher Zielkonflikt, der die Verbreitung bremst.

00:08:28: Stellt Linden fest und kommt zu dem Schluss?

00:08:31: Die ideale Lösung dürfte eine gemischte Flotte aus Flachgang- und Standardschiffen sein, die je nach Bedingungen zum Einsatz

00:08:38: kommen.".

00:08:41: Wasserschlucker Chemieindustrie und Braunkohleabbau Zum Wasserniedrigstand in den Flüssen tragen aber nicht nur die hohen Temperaturen und geringe Niederschläge bei.

00:08:52: Die größte Wassermenge aus dem Rhein entnimmt laut einem Artikel der freien Journalistin Annika Jöres für die Heinrich-Bildstiftung, der größten Nordrhein-Westfälische Energiekonzern RWE.

00:09:05: Er verbrauche im rheinischen Kohle Revier rund fünfhundert Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr.

00:09:15: Zudem baut RWE derzeit eine fünfundvierzigkilometerlange Rheinwassertransportleitung, um ab zwei Tosend dreißig große Mengen Rheinwasser bis zu achtzehntausend Liter pro Sekunde in die ehemaligen Tagebaulöcher Hamburg und Garzweiler zu leiten.

00:09:34: Und dort künftige Sehen zu befüllen!

00:09:37: Aber auch der Chemiekonzern BASF mit Hauptsitz in Ludwigshafen entnehme laut Jörrs Zitat mehr Wasser als jedes andere Unternehmen in Deutschland.

00:09:48: Um Lacke, Düngemittel und Kunststoffe herzustellen erhitze der Chemiekonzern Rohstoffe um sie anschließend mit Wasser abzukühlen – die Journalistin gibt bekannt?

00:09:59: Durch die Anlagen des BRSF-Werks in Ludwigshafen fließen pro Jahr zum Beispiel zwanzig Millionen Kubikmeter Grundwasser sowie rund eins Komma zwei Milliarden Kubikmeters Wasser aus dem Rhein.

00:10:13: Zitat Ende.

00:10:15: Zwar wird ein Großteil des entnommenen Wassers wieder zurück in den Rhein geleitet, jedoch entnimmt BRS F auch bei Hitzeperioden das Wasser um die Produktion aufrechterhalten zu können.

00:10:28: Greift die Wasserstrategie von im Jahr ist zu kurz?

00:10:33: Im Jahr hat die damalige Bundesregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz, SPD eine sogenannte nationale Wasserstrategie entwickelt.

00:10:44: Damit soll er eine Zitat «Wasserwende in Deutschland erreicht werden, damit auch in Zukunft Wasser überall versorgungssicher und bezahlbar bleibt», hieß es.

00:10:57: Das muss die Regierung durch eine zeitnahe Überarbeitung der Wasserstrategie klarstellen.

00:11:03: und damit die Industrie sparsamer mit Wasser umgeht, müssen bestehende Verträge geprüft

00:11:08: werden.".

00:11:11: Viele Konzerne verfügten über Verträge mit jahrzehntelanger Laufzeit.

00:11:15: Deshalb sollten Landesregierung künftig flexiblere Verträge abschließen, um im Fall stärkerer Dürren die Entnahmemenge nach unten korrigieren zu können.

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