ET + Evonik-Chef Kullmann über Energiewende: „1.000 Milliarden Euro gekostet - und nichts gebracht“

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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema, Evonik-Chef Kullmann über Energiewende – Tausend Milliarden Euro gekostet und nichts gebracht.

00:00:11: Ein Artikel von Reinhard Werner, Juli XXI, am Mikrofon Silke Ullert.

00:00:21: Evonix CEO Christian Kullman kritisiert Kosten und Folgen der Energiewände.

00:00:27: Das Magazin Clean Sinking hält dagegen und verweist auf Versorgungssicherheit sowie sinkende Importabhängigkeit.

00:00:36: Zwischen Ewonix-CEO Christian Kullmann und Martin Jendrischik, dem Herausgeber des Magazins für erneuerbare Energien Clean Sinking ist eine Kontroverse entbrannt.

00:00:47: Anlass sind Aussagen Kullmanns in einem Interview mit der Rheinischen Post.

00:00:52: In diesem hat er sich kritisch über die Bilanz der Energiewende geäußert und eine Verschiebung des Kohleausstiegs in NRW gefordert.

00:01:00: Yvonikchef fordert Ende der Greta-Hörigkeit.

00:01:04: Kullman sprach gegenüber der RP, der Rheinischen Post von einer Energiewände, die tausend Milliarden Euro gekostet und nichts gebracht habe.

00:01:14: Die Nutzung der braun Kohle im einwohnerstärksten Bundesland werde mindestens bis zum Jahr- und Drei-und-Dreißig erforderlich sein, so der Manager des Chemieunternehmens – voraussichtlich sogar noch länger.

00:01:27: Im schwarz-grünen Koalitionsvertrag ist ein Ausstieg bis zum Jahre- und Dreißig vorgesehen, was deutlich vor dem Jahr-unddreißigen als Bundesvorgabe liegt.

00:01:37: Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte jedoch stets einen Vorbehalt geäußert.

00:01:42: Ein vorzeitiger Ausstieg sei nur dann gesichert, wenn rechtzeitig neue wasserstofffähige Gaskraftwerke und andere sichere Optionen für den Backup-Betrieb bereitgestellt würden.

00:01:54: Kullmann forderte auch ein Ende der Greta-Hörigkeit der Politik und eine Verschiebung des Klimaneutralitätsziels von zwei Tausendfünfundvierzig auf zweitausend Fünfzig.

00:02:05: Der Manager kritisierte eine Netzinfrastruktur wie in Albanien, die Deutschland aufweise.

00:02:11: Der deutsche Anteil an den globalen CO-Zweihemissionen betrage gerade mal einen Prozent, deshalb sei es für das Weltklima unerheblich wann wir klimaneutral werden.

00:02:23: Für das Überleben der deutschen Chemie sei es aber nicht.

00:02:28: Kullmann hadert mit Kosten Bürokratie und Energiewende.

00:02:33: Der Erwohnungs-CEO hatte bereits im Oktober des Vorjahres eine Radikalreform des europäischen Emissionshandels ETS gefordert.

00:02:42: Der CO²-Preis zerstöre die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, insbesondere in den energieintensiven Branchen.

00:02:50: Im Juni hatte Kullmann beim Werkstattgespräch der CDU zur Industrie und Klimapolitik zudem auch die Belastungen durch Verpflichtungen der Taxonomie kritisiert.

00:03:01: Dies ist das Klassifikationssystem der Europäischen Union, das festlegt welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten.

00:03:11: Kullmann soll dazu laut dem Geschäftsführer der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft Torsten Alsleben folgendes gesagt haben.

00:03:20: Ein elementarer Nachteil bei uns sind die Kosten für Energie.

00:03:25: Zusätzlich haben wir irre Belastungen durch Taxonomie, durch reine Bürokratie – die kein Gramm CO² spart.

00:03:32: Ich beschäftige einige Hundert Mitarbeiter nur für diese

00:03:36: Bürokratei.".

00:03:38: Der Chemikonzern wird eigenen Angaben zufolge von twenty-sevenundzwanzig bis zweitausendneunundzwannzig etwa dreitausend zweihundert Arbeitsplätze einsparen.

00:03:49: Zudem soll das Polyestergeschäft des Konzerns in Deutschland enden.

00:03:53: Der Standort Witten wird voraussichtlich schließen.

00:03:57: In seinem Magazin Clean Thinking übt Martin Jendricik deutliche Kritik an den Aussagen des Chemiemanagers, diesen wirfte eine einseitige und verkürzte Darstellung vor und spricht von den bisherigen Kosten der Energiewende als Investition in ein unabhängiges Energiesystem Auf um zwanzig Jahre hochgerechnet, kosteten im Porte fossiler Energieträger Deutschland das Doppelte – so CleanSinking.

00:04:25: Pro Jahr seien es derzeit Einenundachtzig Milliarden Euro.

00:04:31: CleanSinking sieht deutsches Stromnetz als stabil!

00:04:35: Jendritschik tritt auch der Einschätzung entgegen, die Energiewende habe nichts gebracht.

00:04:40: Im ersten Halbjahr, im Jahr ist es für die Erneuerbaren in Höhe des Stromverbrauches zu sehen.

00:04:48: Deutschland habe mit einem durchschnittlichen Ausfall von elf Komma sieben Minuten pro Kunde – im Jahr im Jahr zwei Tausend vierundzwanzig eines der stabilsten Stromnetze.

00:04:58: In den USA seien es im Schnitt seventy- acht Minuten pro Jahr.

00:05:02: In Europa sei die Versorgung nur in der Schweiz

00:05:05: zuverlässiger.".

00:05:07: Speziell die Importabhängigkeit von Russland sei durch die Energiewende in kürzester Zeit, von fünfunddreißig auf Nullkommains Prozent gesunken, schrieb Clean Thinking weiter.

00:05:18: Mit der twenty-sechsten zwanzig gebe es außerdem dem Bundesverband, der Solarwirtschaft zufolge eine installierte Batteriespeicherkapazität von rund achtundzwanzig Gigawattstunden.

00:05:32: Der Kohleausstieg

00:05:33: z.T.,

00:05:34: so heißt es weiter, sei im Rheinischen Revier gesetzlich verankert – einer Reserveoption gäbe es bis zweitausenddreiunddreißig für einzelne Blöcke.

00:05:44: Eine Verschiebung bis herriger Wegmarken entwerte bereits getätigte Investitionen.

00:05:49: Das ETS sei zudem ein marktwirtschaftliches Instrument, das Innovation belohne.

00:05:56: Andere Länder wie China, Südkorea oder Kalifornien verwenden ebenfalls einen Emissionshandelssystem.

00:06:05: Zentrale Fragen zur Energiewende bleiben offen.

00:06:10: Befürworter sehen den ETS als marktwirtschaftlich, weil ein Gut – nämlich CO² – Zertifikate wie auf einem Markt gehandelt werden soll.

00:06:20: Kritiker hingegen betrachten ihn als Gebühr, denn für die Zertifikate existiere nur deshalb eine Nachfrage, weil die Politik diese vorschreibe.

00:06:30: Cleanshinking verweist auf Beispiele wie Salzgitter das ab im Jahr- und Jahrzehnt zwanzig grünen Stahl für die Autoindustrie produziere und Covestro.

00:06:40: Dessen Chef Markus Steilemann habe dem ETS einen Bombenjob attestiert.

00:06:45: Covestro wird Milliarden Euro in neue Standorte investieren, allerdings in China und den Vereinigten Arabischen Emiraten – weil Europa zu teuer ist.

00:06:57: Jendrischik unterscheidet in seine Analyse zwischen dem kurzfristigen, quartalsorientierten Denken von Managern und dem langfristigen von Unternehmern.

00:07:07: Allerdings lässt auch er Antworten auf Fragen offen, die Unternehmen und Verbraucher im Kontext der Energiewende gleichermaßen beschäftigen.

00:07:16: Eine davon lautet wie energieintensive Branchen kurzfristig auf die Kostennachteile im globalen Wettbewerb reagieren sollen?

00:07:25: Eine andere ist wann der Verbraucher durch die Energiewände nicht nur mit stabileren sondern auch mit niedrigeren Energiepreisen rechnen könne.

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