ET+ Macron: Europa muss endlich aufwachen -„sonst sind wir in fünf Jahren weg"
Shownotes
Gemeinsame Schulden, mehr Investitionen, Verteidigung, Selbstbewusstsein: Macron sieht Europa an einem Wendepunkt. Europa sollte aus dem „Zustand der geopolitischen Minderjährigkeit“ aufwachen und sich zwischen „chinesischem Tsunami“ und „Mikrosekunden-Instabilität“ der USA behaupten.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Europa soll wirtschaftlich aufrüsten.
00:00:04: Macron.
00:00:06: Europa muss endlich aufwachen, sonst sind wir in fünf Jahren weg.
00:00:10: Ein Artikel von Epoch Times vom zehnten Februar, zwanzig, sechsundzwanzig.
00:00:14: Am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:16: Gemeinsame Schulden, mehr Investitionen, Verteidigung, Selbstbewusstsein.
00:00:21: Macron sieht Europa an einem Wendepunkt.
00:00:23: Europa sollte aus dem Zustand der geopolitischen Minderjährigkeit aufwachen und sich zwischen chinesischem Tsunami und mikrosegunden Instabilität der USA behaupten.
00:00:35: Angesichts der Handelskonflikte mit den USA und China hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Forderungen nach Eurobonds und einem verstärkten Schutz der europäischen Industrie bekräftigt.
00:00:45: Zitat.
00:00:45: Für zukunftsorientierte Ausgaben müssen wir eine gemeinsame Verschuldungskapazität schaffen.
00:00:51: Zitatende.
00:00:52: Die Investitionen sollten in erster Linie in Verteidigung, grüne Technologien, künstliche Intelligenz und Quantencomputer fließen, sagte Macron.
00:01:00: Zitat.
00:01:00: Wir investieren viel weniger als die Chinesen und die Amerikaner, betonte er in einem heute veröffentlichten Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter der süddeutschen Zeitung.
00:01:10: Zudem müsse die europäische Industrie besser geschützt
00:01:12: werden.".
00:01:13: Ich meine damit nicht Protektionismus, sondern die bevorzugen europäischer Produkte, erklärte er.
00:01:19: Dabei gehe es auch darum, europäischen Stahl zu schützen, sagte Macron, der am Dienstag ein Werk des Stahlunternehmens Aquelor Mittal im nordfranzösischen Dünnkirchen besuchen wollte.
00:01:30: Wenn sich die beiden Großmächte, denen wir gegenüberstehen, nicht mehr an die Regeln der Welthandelsorganisation halten, müssen wir uns wehren, Mante Macron.
00:01:38: Sonst verschwinden wir vom Markt, fügt ihr hinzu.
00:01:42: Europa zwischen chinesischen Tsunami und Mikrosegundeninstabilitäts der USA.
00:01:48: Macron sprach von einem tiefgreifenden geopolitischen Bruch, der derzeit alle Europäer betreffe.
00:01:53: Zitat.
00:01:54: Auf kommerzieller Ebene ist da der chinesische Tsunami und gleichzeitig haben wir die Mikrosegundeninstabilität auf amerikanischer Seite, skizzierte Macron die derzeitige Lage.
00:02:04: Er stellte sich die Frage, ob Europa Zuschauer sein oder in eine glückliche Unterwerfung ableiten wolle.
00:02:10: Dann drohe Europa, Zitat, in fünf Jahren weggefegt zu werden.
00:02:13: Stattdessen müsse Europa aus dem Zustand der geopolitischen Minderjährigkeit austreten, forderte er.
00:02:19: Macron begrüßte die seit einem Jahr wieder verstärkten deutsch-französischen Beziehungen, Zitat, wir reden ständig miteinander, sagte er über Bundeskanzler Friedrich Merz.
00:02:28: Das deutsch-französische Tandem ist unverzichtbar, mit sich Europa bewegt, aber allein reicht es nicht aus, fügt er hinzu.
00:02:35: Es sei normal, dass Deutschland und Italien anlässlich des jüngsten Gipfels ein Papier zum Wachstum verfasst hätten.
00:02:41: In einigen Wochen werde es einen französisch-italienischen Gipfel geben, kündigte er an.
00:02:47: Macron zu Grönland.
00:02:48: Will Europa international Zuschauer oder Akteur sein?
00:02:52: Im geopolitischen Zusammenhang sprach Macron von einem tiefgreifenden geopolitischen Bruch.
00:02:58: Ich denke, wir befinden uns gerade in einer Phase, die ich als Grönland-Moment bezeichnen würde.
00:03:03: Dieser Moment habe den Europäern zweifellos bewusst gemacht, dass es bedroht ist, es seit Zeit aufzuwachen.
00:03:09: Europa leidert an einem Trauma, die Menschen zweifeln.
00:03:12: Man weiß nicht mehr, wie weit die Amerikaner bereit sind zu gehen.
00:03:17: Nach jeder Entspannung eines Konflikts setze eine feige Erleichterung ein, sagte Macron und führte als weiteres Beispiel die Diskussion um die US-Strafzölle im vergangenen Sommer an.
00:03:27: Die Spannungen seien jedoch nicht beendet.
00:03:29: Jeden Tag, jeder Woche wird es neue Drohungen geben.
00:03:32: Zitat jeder muss sich bewusst werden, dass diese Krise, die wir erleben, einen tief gereifenden geopolitischen Bruch darstellt, sagte der Präsident in dem Interview.
00:03:41: Es sei Zeit aufzubachen.
00:03:42: Zeit für einen Austritt aus dem Zustand der geopolitischen Minderjährigkeit.
00:03:47: Europa müsse sich fragen, ob es Zuschauer oder Akteur sein wolle.
00:03:51: Wenn wir nichts tun, ist Europa in fünf Jahren weggefegt.
00:03:55: Gespräch mit Russland.
00:03:56: Eine Frage des Selbstwertgefühls.
00:03:59: Macron will wieder mit Russland sprechen.
00:04:00: Zitat.
00:04:01: Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen.
00:04:04: Dafür sei ein gut organisierter europäischer Ansatz notwendig, aber nicht zufällige Sprechspartner.
00:04:10: Dies sei wichtig, um die Diskussion nicht an andere zu delegieren, sagte Macron mit Blick auf die USA.
00:04:15: Es sei inakzeptabel im Fall eines Waffenstillstands, US-Gesandte etwa im Namen Europas, über das Datum des EU-Beitritts der Ukraine verhandeln zu lassen, sagte Macron.
00:04:25: Das ist eine Frage des Selbstwertgefühls, fügt ihr hinzu.
00:04:29: Paris steht zum gemeinsamen Kampfjet FCAS.
00:04:32: Trotz der Gerüchte über ein Ende des geplanten deutsch-französischen Kampfjets FCAS bekräftigte er an dem Vorhaben festzuhalten.
00:04:40: Zitat, FCAS ist der Jet der Zukunft.
00:04:43: Wir brauchen ein solches Flugzeug, sagte Macron.
00:04:45: Er habe mit Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU, nicht über ein Ende des Projekts gesprochen.
00:04:50: Macron verbies auf das Beispiel der europäischen Trägerakete Ariane VI, die auch häufig totgesagt worden sei, nun aber doch funktioniere.
00:04:59: Ein Aus für den Kampfschritt der Zukunft würde auch die Pläne für den gemeinsamen Kampfpanz infrage stellen.
00:05:04: Zitat.
00:05:05: Stellen Sie sich vor, was das für einen Rückbau der Synergien bedeuten würde.
00:05:09: Zitat Ende.
Neuer Kommentar