ET+ Droht den erneuerbaren Energien ein Dämpfer? Streit um Netzpaket
Shownotes
Die Grünen reagieren mit scharfen Worten auf die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zur Reform der Energiepolitik. Der noch unveröffentlichte Gesetzentwurf namens „Netzpaket” sieht vor, den Ausbau erneuerbarer Energien stärker an den Zustand der Stromnetze zu koppeln. Kritiker sehen darin jedoch eine Gefahr für Investitionen und den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie.
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00:00:00: Willkommen zum Aboktams Podcast mit dem Thema Energiewende in Frage gestellt.
00:00:04: Droht denn erneuerbaren Energien ein Dämpfer?
00:00:07: Streit um ein Netzpaket.
00:00:10: Ein Artikel von Reinhard Werner vom zehnten Februar, am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:16: Die Grünen reagieren mit scharfen Worten auf die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zur Reform der Energiepolitik.
00:00:24: Der noch unveröffentlichte Gesetzentwurf namens Netzpaket zieht vor, den Ausbau erneuerbarer Energien stärker an den Zustand der Stromnetze zu koppeln.
00:00:33: Kritiker sehen darin jedoch eine Gefahr für Investitionen und den weiteren Ausbau von Wind und Solarenergie.
00:00:40: Mit deutlicher Kritik reagiert man bei Bündnis Neunzig die Grünen auf den jüngsten Vorstoß von Bundeswirtschaftsministerin Kathrin Reicher zur Energiepolitik.
00:00:49: Partei Vices Sven G. Gold meldete sich auf Facebook zu berichten, über den noch nicht veröffentlichten Gesetzentwurf zu Wort.
00:00:56: Dort spricht er von einer Zubaublockade per Gesetz, die durch das sogenannte Netzpaket herbeigeführt werde.
00:01:02: Ziel des Gesetzes ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energie besser mit dem Ausbau der Stromnetze zu synchronisieren.
00:01:08: Die solle Fehlallokationen vermeiden und Kosten senken.
00:01:12: Künftig solle es in bestimmten Bereichen keine Entschädigungen mehr für Betreiber von Anlagen geben, wenn Netzbetreiber sie abschalten, um Netzüberlastungen zu vermeiden.
00:01:21: Dabei handelt es sich um den sogenannten Redis-Batch-Vorbehalt.
00:01:24: Auch sollen Investoren perspektivisch den Netzausbau mitfinanzieren und es sollen Anschlussverweigerungen möglich werden.
00:01:30: Gefahr für den Ausbau der Erneuerbaren.
00:01:33: GIGOLD meint, dass diese Maßnahmen den Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland erheblich drosseln werde.
00:01:38: Das Vorhaben schaffe Unsicherheit und werde Investitionen massiv ausbremsen.
00:01:43: Dabei brauche das Land jetzt stärkere und digitalere Netze nicht weniger als Erneuerbare.
00:01:48: Es bedürfe eines schnelleren Tempos beim Ausbau der Verteilungsnetze und einer konsequenten Digitalisierung.
00:01:54: Der grünen Politiker kritisiert, dass die Ministerin Gaskraftwerke mit Subventionen fördern wolle, obwohl dies auch ihr Vorgänger und G-Golz-Parteikollege Robert Habeck vorgesehen hatte.
00:02:05: Er hält es für falsch, durch sogenannte Baukostenzuschüsse privater Investoren dazu anzuhalten, den Netzausbau mitzufinanzieren.
00:02:12: Bereits jetzt sinkert das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren.
00:02:16: Das Risiko werde größer.
00:02:17: Investoren zügen sich zurück und würden Projekte auf Eis legen.
00:02:21: Außerdem bremselt das Netzpaket auch die Bürger aus, die beim Einbau von Balkonkraftwerken, Wärmepomben oder Solaranlagen selbst zu Akteuren der Energiewende würden.
00:02:27: Redispatch, Entschädigungen und steigende Kosten.
00:02:28: Die Ministerin Reiche hatte bereits im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, um die Energiewende effizienter und bezahlbarer zu machen.
00:02:44: Vor allem soll der Umfang der teuren Abregelungen deutlich verringert werden, besser bekannt als Redis-Batch-Maßnahmen.
00:02:51: Für Betreiber privater Solaranlagen sieht das EEG eine Abnahmegarantie für Strom vor, der ins Netz eingespeist wird.
00:02:58: Diese soll für zwanzig Jahre gelten.
00:03:00: In Fällen, in denen die Produktion von Solarstrom so hoch ist, dass die bestehenden Netze die Menge nicht aufnehmen können, findet eine Abregelung durch die Netzbetreiber statt.
00:03:10: Die derzeitige Regelung des Paragrafen Fünfzehn EEG garantiert, dass die Betreiber der Anlagen im Regelfall eine Entschädigung in Höhe von fünfundneunzig Prozent der dadurch entgangenen Einnahmen erhalten.
00:03:21: So soll den Anlagenbetreibern Planungssicherheit gewährleistet werden.
00:03:24: Sie sollen nicht das Risiko haben, bei Nichtabnahme keinen Geld zu erhalten, jedoch bietet diese Regelung keinen Anreiz, das Einspeisungsverhalten anzupassen.
00:03:34: Die Summe der Entschädigungen aufgrund von Redis-Patch-Maßnahmen war zuletzt rückläufig.
00:03:38: Während sie sich im Jahr zwanzig-einundzwanzig noch auf insgesamt achthundert-sieben-komma-ein-Millionen Euro summiert haben, waren es zwanzig-vier-undzwanzig noch fünfhundert-dreifundfünfzig-komma-neun-vier-Millionen.
00:03:49: Für die Endkunden ist das ein schwacher Trost.
00:03:51: Die Netzbetreiber bezahlen die Entschädigungen, aber über die Netz sind Gelte, wird am Ende der Stromkunde zur Kasse gebeten.
00:03:58: Deshalb will Reiche die Abregelungen minimieren.
00:04:00: Netzpaket zielt auf Senkung des Strompreises durch Ende von Fehlallokationen ab.
00:04:06: Obwohl der Ausbau der Verteilernetze voranschreite, können diese nicht mit dem Ausbau der Wind- und Solaranlagen mithalten.
00:04:12: Deshalb kommen es nach wie vor zu Redis-Batch-Maßnahmen.
00:04:16: Außerdem werden im Fall unzureichende Versorgung durch erneuerbare Kraftwerksbetreiber für den zusätzlichen Einsatz ihrer Anlagen bezahlt.
00:04:23: Auch das ist ein Milliardenaufwand.
00:04:24: Das Ministerium plant künftig einen Redis-Patch-Vorbehalt, so sollen besonders belastete Gebiete als kapazitätslimitiert ausgewiesen werden können.
00:04:34: Für Neuanschlüsse soll dann auch ein Entschädigungsausschluss möglich werden.
00:04:38: Auf diese Weise wolle man die Redis-Patch-Kosten minimieren und damit den Strompreis senken.
00:04:44: Sowohl diese Maßnahmen als auch die Beteiligung der Anlagen erneuerbarer Energien an der Finanzierung des Netzausbaus sollen einen sparsameren Umgang mit knappen Anschlusskapazitäten bewirken.
00:04:54: Dies auch vor dem Hintergrund, dass Großbatteriespeicheranlagen und Rechenzentren für eine zusätzliche Belastung des Stromnetzes sorgen können.
00:05:02: Eine Antragsflut aus dieser Ecke könnte eine weitere Überlastung der Netzbetreiber herbeiführen.
00:05:09: Systemproblem statt Erzeugungsproblem.
00:05:11: Auf X äußert ein Nutzer zum geplanten Netzpaket und widerspricht Vorwürfen, dieses wirkt die Erneuerbahn ab.
00:05:18: Die Energiewende sei kein Erzeugungs, sondern ein Systemproblem.
00:05:22: Aus politischer Opportunität habe man den Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben, aber nicht den von Netzen, Speichern und der Gewährleistung von Flexibilität.
00:05:32: Die Folgen sind hohe Redis-Batch-Kosten, negative Strompreise und massive Netzengpässe bei gleichzeitig hoher Versorgungssicherheit.
00:05:39: Die Ursache sei kein Zufall, sondern politisches Versagen.
00:05:43: Der Netzausbau sei verzögert und bürokratisch blockiert worden.
00:05:47: zudem sei der Atomausstieg erfolgt, bevor die Infrastruktur für Alternativen bereitgestanden habe.
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