BaFin sieht wachsende Risiken für die Finanzstabilität | Nr.: 8795
Shownotes
Die BaFin warnt vor einer wachsenden Verwundbarkeit des Finanzsystems. Kreditausfälle, Schulden, Immobilienrisiken und geopolitische Spannungen könnten dessen Stabilität gefährden. Auch Risiken für Verbraucher rücken stärker in den Fokus.
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00:00:01: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema BAFIN sieht wachsende Risiken für die Finanzstabilität.
00:00:10: Ein Artikel von Patrick Langendorf, neunter Februar, zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:14: Die BAFIN warnt vor einer wachsenden Verwundbarkeit des Finanzsystems.
00:00:19: Kreditausfälle, Schulden, Immobilienrisiken und geopolitische Spannungen könnten dessen Stabilität gefährden.
00:00:26: Auch Risiken für Verbraucher rücken stärker in den Fokus.
00:00:31: Die deutsche Finanzaufsicht warnt vor einer zunehmenden Verwundbarkeit des Finanzsystems und zieht Potenzial für plötzliche Preiskorrekturen an den Märkten.
00:00:40: In ihrem Bericht Risiken im Fokus für die Finanzdienstleistungsaufsicht macht Barfin deutlich, dass die Lage an den Finanzmärkten ihrer Einschätzung nach fragil und unsicher bleibt.
00:00:54: Zwar gelten Banken und Versicherer der Barfin weiterhin als meistens profitabel und solide kapitalisiert, Doch zugleich mehren sich nach Einschätzung der Behörde die Faktoren, die im Zusammenspiel einen Belastungstest für die Finanzstabilität auslösen könnten.
00:01:09: Barfin-Präsident Mark Branson formuliert, die zentrale Botschaft entsprechend deutlich, das Risiko steigt, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss.
00:01:20: Das Potenzial für politische Markt- und Preiskorrekturen ist hoch.
00:01:24: Der Bericht verweist auf ein von geopolitischen Spannungen, strukturellen wirtschaftlichen Belastungen und technologischen Veränderungen geprägtes Umfeld.
00:01:34: Diese Entwicklungen wirkten sich laut der BAFIN auf zahlreiche Risikoarten aus und könnten die Stabilität des Finanzsystems zusätzlich unter Druck setzen.
00:01:43: Zur unmittelbaren Besorgnis besteht nach Einschätzung der Aufsicht dennoch kein Anlass.
00:01:49: Das Zinsumfeld sei stabil, Die Inflationsrisiken in der Eurozone rückläufig und staatliche Investitionsprogramme könnten konjunkturelle Impulse setzen.
00:02:00: Gleichwohl warnt die BAFIN vor Risiken, die die vermeintliche Stabilität am Finanzmarkt stark beeinträchtigen könnten.
00:02:08: Erstmals konkrete Verbraucherrisiken im Blick.
00:02:12: In ihrem Risikobericht stellt die BAFIN nicht nur Gefahren für Finanzunternehmen, sondern erstmals auch konkrete Risiken für Verbraucher in den Mittelpunkt.
00:02:21: Dazu zählen Konsumfinanzierung auf Kredit, spekulative Investitionen in Kryptowerte unter dem Einfluss sozialer Medien sowie kapitalbildende Lebensversicherungen mit hohen Kosten.
00:02:34: Dieser Schritt ist Ausdruck eines erweiterten Aufsichtsverständnisses, denn darin wird Verbraucherschutz ausdrücklich als gleichrangig mit der Stabilitätsaufsicht beschrieben.
00:02:44: Besondere Aufmerksamkeit gilt der zunehmenden Verschuldung privater Haushalte.
00:02:49: Laut dem aktuellen Schuldner-Atlas der Creditreform galten Ende twenty-fünfundzwanzig rund fünf Komma sieben Millionen Menschen in Deutschland als überschuldet.
00:02:59: Das entspricht etwa acht Komma zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung.
00:03:04: Als Treiber der zunehmenden Verschuldung von Verbrauchern nennt die BAFIN in ihrem Bericht Konsumentenkredite insbesondere niedrigschwellige Finanzierungsformen wie Buy Now, Pay Later Modelle oder Kreditkartenangebote.
00:03:18: Die einfache Handhabung und die geringen Einzelbeträge begünstigten Impulskäufe und erschwerten vielen Haushalten die Übersicht über ihre Verpflichtungen.
00:03:28: Die BAFIN beabsichtigt hier in Zukunft gegenzusteuern, indem sie verstärkt die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen bei Konsumentenkrediten streng überwacht und ihre Informationsangebote für Verbraucher ausbaut.
00:03:43: Unternehmen und Banken unter Druck Auch auf der Unternehmensseite sieht die BAFIN steigende Risiken.
00:03:50: Die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre wirkt nach.
00:03:53: Nach Rückgängen der Wirtschaftsleistung in den Jahren- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-.
00:04:15: Solche Kredite gelten als notleidend, im Fachjagong Non-performing Lowens, NPL genannt.
00:04:23: Der Anteil notleidender Kredite ist zuletzt sowohl bei großen als auch bei kleineren Banken gestiegen.
00:04:28: Bei Unternehmenskrediten lag er im dritten Quartal twenty-fünfundzwanzig insgesamt bei drei Komma acht Prozent.
00:04:34: Das bedeutet, von einhundert Euro, die Banken an Firmen verliehen haben, gelten rund vier Euro als gefährdet oder wurden nicht mehr ordnungsgemäß bedient.
00:04:44: Bei kleineren Instituten lag der Anteil mit vier Komma drei Prozent etwas höher als bei großen Banken drei Komma sieben Prozent.
00:04:53: Im europäischen Vergleich schneiden kleinere deutsche Banken dennoch relativ stabil ab.
00:04:58: Zwar haben auch sie problematische Kredite, dafür bilden sie aber vergleichsweise hohe finanzielle Profa.
00:05:05: Diese Rücklagen, Fachleute sprechen von Kreditrisikovorsorge oder Coverage Ratio, sollen Verluste abfedern, falls Kredite tatsächlich ausfallen.
00:05:16: Vereinfach gesagt liegen die Bankengeld zur Seite, um mögliche Zahlungsausfälle auffangen zu können.
00:05:23: Die deutsche Wirtschaft steht nach Einschätzung der Finanzaufsicht gleich von mehreren Seiten unter Druck.
00:05:29: Neben zunehmenden Handelskonflikten und protektionistischen Maßnahmen belasten vor allem strukturelle Probleme den Standort.
00:05:36: Zwar seien die Energiekosten seit den Spitzenwerten von twenty-two und zwanzig deutlich gesunken, im internationalen Vergleich bleiben sie jedoch hoch, insbesondere für energieintensive Branchen wie Chemie oder Stahl.
00:05:49: Diese sehen sich zugleich mit den Folgen von Zollkonflikten und wachsender Konkurrenz aus dem Ausland konfrontiert.
00:05:57: Hinzu kommen langfristiger Herausforderungen, der Umbau hin zu einer sogenannten klimaneutralen Wirtschaft erfordert hohe Investitionen, so die Finanzaufsicht.
00:06:08: Vielen Unternehmen fehlten Fachkräfte und der Wettbewerbsdruck etwa aus China nehme zu, gerade in der Elektromobilität.
00:06:16: Handelskonflikte vornehmlich zwischen den USA und China verstärken diesen Druck zusätzlich, da dadurch überschüssige Waren verstärkt auf den europäischen Markt gelangen.
00:06:27: Für das Jahr zwanzig sechsundzwanzig fallen die Konjunkturaussichten dennoch etwas günstiger aus als zuletzt.
00:06:33: Einen Grund hierfür sieht die Finanzaufsicht in den staatlichen Investitionsprogrammen.
00:06:38: So rechnet das IFO-Institut etwa mit einem moderaten Wachstum von null Komma acht Prozent.
00:06:43: Ob diese Impulse jedoch nachhaltig wirken und die wirtschaftliche Dynamik tatsächlich stärken, bleibt aus Sicht der Aufsicht offen.
00:06:52: Verflechtungen mit Schattenbanken.
00:06:54: Ein wachsendes Augenmerk der Finanzaufsicht gilt den Beziehungen zwischen Banken, Versicherern und Nichtbank-Finanzintermediären wie Private Depfonds.
00:07:04: Unternehmen finanzieren sich weltweit zunehmend außerhalb des klassischen Bankensystems etwa über spezialisierte Fonds, die Direktkredite vergeben.
00:07:13: Diese sogenannten Private Depfonds verwalten inzwischen rund US-Dollar und sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen.
00:07:22: der sie oft höhere Renditen als traditionelle Anlagen versprechen.
00:07:26: Allerdings gehen damit auch höhere Ausfallrisiken einher.
00:07:31: Im Verhältnis zum gesamten globalen Finanzsystem ist dieser Markt zwar noch klein, gewinnt aber schnell an Bedeutung.
00:07:38: In Deutschland spielt der bislang nur eine Nebenrolle, dass von hiesigen Private-Debt-Fonds vergebene Kreditvolumen entspricht einem Bruchteil der klassischen Bankkredite.
00:07:48: Trotzdem sieht die Finanzaufsicht hier mögliche Gefahren Denn Banken stellen solchen Fonds teilweise zusätzlich Kapital zur Verfügung oder sind selbst an ihnen beteiligt.
00:07:59: Dadurch entstehen enge, oft schwer durchschaubare Verflechtungen zwischen dem traditionellen Bankensystem und den privaten Kreditgebern.
00:08:07: Gerät ein Unternehmen in Schwierigkeiten kann sich das über diese Verbindungen rasch auf weitere Marktteilnehmer übertragen.
00:08:14: Auch Versicherer investieren zunehmend in diese Anlagen.
00:08:18: Das stellt jedoch größere Anforderungen an ihr Risikomanagement.
00:08:22: Entscheidend ist, dass sie genau verstehen, welchen Unternehmen letztlich Kredite gewährt werden und wie die Forst bei der Kreditvergabe vorgehen.
00:08:30: Andernfalls können Verluste entstehen, die sich nicht nur auf einzelne Investoren, sondern im Extremfall auf das gesamte Finanzsystem auswirken.
00:08:39: Gewerbeimmobilien als mögliche Schwachstellen im Finanzsystem.
00:08:45: Als weiteres Risikofeld identifiziert die Aufsicht den Markt für Gewerbeimmobilien.
00:08:51: Der Immobilienmarkt in Deutschland entwickelt sich uneinheitlich.
00:08:55: Während sich der Wohnungsmarkt nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre weitgehend stabilisiert hat und die Preise sowie die Kreditvergabe wieder moderat steigen, bleibt die Lage bei Gewerbeimmobilien angespannt.
00:09:06: Vor allem Büros, Einzelhandelsflächen und Projektentwicklungen leiden unter schwacher Nachfrage, dem Trend zur Heimarbeit und dem wachsenden Onlinehandel.
00:09:16: Zwar haben sich die Preise zuletzt etwas erholt, insgesamt, so die Bankenaufsicht, liegen sie aber noch deutlich unter früheren Niveaus.
00:09:24: Das birgt Risiken für Banken, weil Gewerbeimmobilienkredite einen spürbaren Teil ihrer Geschäfte ausmachen und Zahlungsausfälle zugenommen haben.
00:09:33: Besonders anfällig sind Institute, die sich stark auf diese Finanzierung spezialisiert haben.
00:09:39: Auch Immobilienfonds stehen unter Druck, seit geraumer Zeit ziehen viele Anleger Geld ab.
00:09:45: Einzelne Fonds mussten sogar Auszahlungen stoppen.
00:09:48: Für die Finanzaufsicht ist dieser Sektor deshalb weiterhin eine mögliche Schwachstelle im Finanzsystem.
00:09:56: Geopolitik und Nachhaltigkeit als langfristige Treiber.
00:10:01: Neben den aktuellen Gefahren weist die Finanzaufsicht auch auf drei langfristige Entwicklungen hin, die das Finanzsystem grundlegend verändern könnten.
00:10:10: Digitalisierung, Klimawandel und geopolitische Konflikte.
00:10:14: Für Banken und Versicherer bedeutet das ganz konkrete Risiken.
00:10:19: So könnten etwa Extremwetterereignisse Schäden verursachen und Versicherungen belasten, während der Umbau der Wirtschaft hin zu mehr Klimaschutz einzelne Branchen unter Druck setzt und Kredite unsicherer macht.
00:10:32: Gleichzeitig wirken sich internationale Konflikte über Handelsstreitigkeiten, steigende Energiepreise, Cyberangriffe oder wachsende Staatsschulden unmittelbar auf Unternehmen und Finanzmärkte aus.
00:10:44: Die BAFIN versteht ihren Bericht deshalb als eine Art Frühwarnsystem.
00:10:49: Nicht jedes Risiko werde tatsächlich eintreten, betont die Behörde.
00:10:54: Entscheidend sei aber, mögliche Gefahren früh zu erkennen und vorbereitet zu sein.
00:10:59: Wirtschaft, Technologie und Politik hängen laut der Finanzaufsicht heute stärker zusammen als früher.
00:11:05: Probleme in einem Bereich können schnell auf andere übergreifen, Widerstandsfähigkeit wird somit zur zentralen Voraussetzung für Stabilität im Finanzsystem.
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