ET+ Alexander Solschenizyn: Die Reden eines Weisen und vorausschauenden Sehers #46
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00:00:00: Herzlich willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Meinung von Jeff Minnick.
00:00:08: Alexander Solchinizin, die Reden eines weisen und vorausschauenden Seers.
00:00:16: Solchinicins Rede in Harvard versetzte den Westen in Staunen.
00:00:21: auch seine übrigen Schriften sie sind bis in die heutige Zeit aktuell offenbaren eine tiefgreifende Kritik am westlichen Freiheitsverständnis und am kulturellen Niedergang.
00:00:35: Ein Beitrag von Jeff Minnick vom zehnten August, im Wettermann am Mikrofon.
00:00:41: Joachim Wettermann Am achten Juni, der im Exil lebende Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solchini ziehen soll eine Abschlussrede an der Harvard-Universität.
00:00:59: Seine Ausführungen lösten damals eine Welle der Kritik aus und würden wahrscheinlich auch heute noch die gleiche Reaktion hervorrufen.
00:01:08: Die Rede, die später den Titel «Eine gespaltene Welt» erhielt, dauerte etwa eine Stunde – deutlich länger als die üblichen Abschlussreden sowohl wegen ihres Umfangs als auch weil solche Nizzin auf Russisch sprach und die Dolmetscherin Irina Ilowaiskaya Alberti seine Worte während des Vortrags übersetzte.
00:01:34: Doch es war nicht die Länge der Rede, die bei den Anwesenden und Kommentatoren heftige Reaktionen auslöste, sondern ihr Inhalt.
00:01:42: Anstatt die Sowjetunion anzugreifen – und jene Freiheit zu preisen, die er in den Vereinigten Staaten gefunden hatte – richtete Solchinitzin eine Flut von Kritik sowohl gegen den Kommunismus als auch gegen die liberalen westlichen Demokratien.
00:02:00: Er war auf dem Westen seinen Führern und Bürgern Zitat Schwäche und Feigheit vor, eine legalistische Gesellschaft geworden zu sein die die Moral aufgegeben habe.
00:02:13: Eine Gesellschaft deren Bürger Freiheit ohne Verantwortung forderten, deren Medien Sensationslöstern und schlamppig über das Geschehen berichteten und deren Seelenverfall durch den Verlust des Willens und die Hinwendung zum säkularen Humanismus verursacht worden sei.
00:02:33: Hätten jene Kritiker, die sich über diese Kritik schockiert zeigten, die Reden gelesen, die Solchinizin in den sechs Jahren zu vorgehalten hatte – wie beispielsweise seine Nobelpreisrede, seine Dankesrede anlässlich der Verleihung der American Friendship Medal oder seinen BBC-Radiobeitrag, hätten sie vielleicht besser vorhersehen können was er sagen würde!
00:03:00: Eine Sammlung wiederkehrender Themen.
00:03:05: Der von Nordredampress veröffentlichte und von Solchinizins mittleren Sohn Ignat, herausgegebene Band mit dem Titel We have ceased to see the purpose Deutsch etwa wir haben aufgehört den Sinn zu erkennen ist eine sammlung von zehn Reden solchinizines aus den jahren.
00:03:30: Es ist ein schlanker Band, was zum Teil daran liegt das Solchinizin der Ansicht war Schriftsteller sollten schreiben und keine Worte mit Reden verschwenden.
00:03:42: Beim Durchlesen dieser Texte stellen wir fest dass die Harbert Rede nicht nur ein Warnschuss war.
00:03:49: Die darin enthaltenen Themen ziehen sich durch alle Reden solchinizins.
00:03:54: Er hatte ganz offensichtlich eine Botschaft, die er der modernen Welt vermitteln wollte.
00:04:01: In seinen Reden stellte er verschiedene Themen in den Vordergrund.
00:04:06: Es ging beispielsweise um den Niedergang Großbritanniens oder die Würdigung des Widerstands der Landbevölkerung im westfranzösischen Departement Von D, gegen die radikale linke Herrschaft während der französische Revolution.
00:04:22: Solche und andere Themen lagen solche Nicin am Herzen!
00:04:28: Bevor wir drei dieser Themen näher betrachten sollten wir uns des entweder oder Trugschlusses bewusst sein, jener falschen Dichotomie die nur zwei Alternativen aufzeigt.
00:04:42: Einige derjenigen, die sich vielleicht aus gutem Grund durch solche Nizins Harbert Rede beleidigt fühlten betrachteten sie als Verrat an der Etikette gegenüber einem Gastland das ihm Zuflucht gewährt hatte.
00:04:57: andere hingegen vervielen einer klassischen falschen dichotomie Sowjet Russland schlecht, Amerika gut.
00:05:07: Es gibt einen dritten Weg.
00:05:11: Nein!
00:05:12: sagte Solchinitzin.
00:05:14: es gibt einen Dritten Weg eine bessere Alternative.
00:05:18: sowohl der Materialismus des Westens als auch der Materialismus des kommunistischen Russlands sind Sackgassen die die Tugend und das Tiefe verlangen der Menschheit nach dem Geistigen herabsetzen.
00:05:32: In seiner Harvardrede erklärte er Zitat, das Leben als besserer Mensch zu verlassen, als man es begonnen
00:06:05: hat.".
00:06:09: Wenn genügend Männer und Frauen diesen Aufstieg vollzögen, so soll Chenezin könne die Menschheit sich über die weltweite Strömung des Materialismus erheben.
00:06:22: Dies ist das erste der drei Themen, die wir hier untersuchen werden Ein Hauptgrund für den Verfall der geistigen und menschlichen Werte und Tugenden zu Gunsten materieller Güter und finanziellen Reichtums.
00:06:37: Die Menschen haben Gott vergessen.
00:06:44: Ein Name, der angesichts der konservativen Haltung des Schriftstellers zum Glauben reich an Ironie ist.
00:07:00: Er begann mit dieser Feststellung.
00:07:04: Vor mehr als einem halben Jahrhundert – als ich noch ein Kind war – hörte ich mehrere ältere Leute eine Erklärung für die große Katastrophe, die Russland heimgesucht hatte abgeben.
00:07:17: Die Menschen haben Gott vergessen!
00:07:20: Deshalb ist all dies
00:07:21: geschehen.".
00:07:24: In diesem Vortrag gab Solchenitzin einen kurzen Überblick über die Geschichte der religiösen Verfolgung unter dem sowjetischen Kommunismus und über die vielen Menschen, die den Märtyrer totstarben weil sie sich weigerten ihrem Glauben abzuschwören.
00:07:42: Wie schon in der Harvard Rede wandte er sich dann Europa-und Nordamerika zu – Zitat?
00:07:49: Unmerklich.
00:07:50: durch jahrzehntelange schleichende Aushöhlung wird der Sinn des Lebens im Westen nicht mehr als etwas Erhabeneres angesehen, als das Streben nach Glück.
00:08:02: Die Begriffe von Gut und Böse werden seit mehreren Jahrhunderten verspottet – aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verbannt wurden sie durch politische und klassenbezogene Kategorisierungen von kurzlebigem Wert
00:08:17: ersetzt.".
00:08:20: Auch hier, wie in anderen Ansprachen ging Solchinitzin auf die schädlichen Auswirkungen des Verlustes des Glaubens auf die Künste
00:08:29: ein.".
00:08:31: Im Osten ist die Kunst im Niedergang begriffen weil sie niedergeschlagen und mit Füßen getreten wurde.
00:08:38: Aber im Westen ist sie freiwillig untergegangen zu einem gekünstelten und prätenziösen Streben geworden bei dem der Künstler anstatt zu versuchen den göttlichen Plan zu enthüllen, versuchte Gott durch sich selbst zu ersetzen.
00:08:56: In einer Rede die des Schriftstellers in Lechtenstein Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktor Wurder hielt, wies er auf den zwei schneidigen Charakteren der Technik
00:09:08: hin.".
00:09:10: Sicherlich bereichern uns ihre Errungenschaften doch sie versklaren uns zugleich Alles ist ein Kampf um materielle Dinge, doch eine innere Stimme flüstert uns leise zu.
00:09:23: Dass wir etwas Reines Erhabenes Unzerbrechliches verloren haben.
00:09:29: Wir haben aufgehört den Sinn zu erkennen.
00:09:33: Darauf folgt eine Frage Geben wir es zu wenn auch nur flüstern und nur vor uns selbst?
00:09:43: Wofür leben wir eigentlich in dieser Hektik des Lebens das in rasendem Tempo voranschreitet.
00:09:53: Eine Mahnung gegen die Dekadenz Eng verbunden mit dieser allgemeinen Amnesie ist Solchinizins Sicht auf die Dikadenz.
00:10:04: In der Harvard Rede verwendete er dem Begriff nur einmal, als er eine legalistische Kultur im Gegensatz zu einer auf Wahrheit und Moral basierenden beschrieb.
00:10:16: Es hat sich herausgestellt, dass die Gesellschaft kaum Abwehrkräfte gegen den Abgrund menschlicher Dikadenz besitzt.
00:10:24: Wie zum Beispiel Filme voller Pornografie, Verbrechen und Horror.
00:10:29: All dies wird als Teil der Freiheit angesehen und theoretisch durch das Recht der jungen Menschen ausgeglichen nicht hinzuschauen – und es nicht zu
00:10:39: akzeptieren.".
00:10:44: In anderen Reden sprach er direkter über die moderne Dekadenz.
00:10:48: Das ständige Verlangen nach Freiheit, Vergnügen und Bequemlichkeit bei gleichzeitiger Flucht vor der Verantwortung.
00:10:57: Bei einer Rede in London im Jahr neunzehnhundertsechsundsiebzig sagte er – Und wie steht es heute um Europa?
00:11:05: Es ist nicht zweiter als eine Ansammlung von Papkulissen die alle miteinander feilschen, um zu sehen wie wenig für die Verteidigung ausgegeben werden kann damit mehr für die Annehmlichkeiten des Lebens übrig
00:11:18: bleibt.".
00:11:21: Obwohl er im Allgemeinen ein Schriftsteller war der seine Prosa und seine Emotionen unter Kontrolle hatte.
00:11:36: Freiheit für Verleger und Filmproduzenten, die jungen Generationen mit verderbendem Schmutz zu vergiften.
00:11:47: Freiheit für Teenager sich in Muso- und Vergnügungen zu ergehen anstatt sich dem konzentrierten Studium und der moralischen Entwicklung zu widmen.
00:11:58: Freiheit – Für junge Erwachsene nach Müßigang zu streben und auf Kosten der Gesellschaft zu
00:12:04: leben.".
00:12:09: Geschichte und tiefgreifende Kultur.
00:12:12: Ignoriert oder vergessen.
00:12:15: Solchinizin bezieht sich in seinen Reden häufig auf die Geschichte, insbesondere auf das zwanzigste Jahrhundert, dass sich seiner Ansicht nach Zitat als grausamer erwiesen hat als seine Vorgänger.
00:12:29: Er berichtete beispielsweise von der brutalen Zwangsrückführung russischer Bürger- und Soldaten durch die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg wodurch diese Männer und Frauen mit fast sicherer Folge in den Tod oder in den Gulag geschickt wurden.
00:12:46: Jahrelang, so merkte er an, habe die westliche Presse diese Geschichte
00:12:50: verschwiegen.".
00:12:52: In seiner Nobelpreisrede hob er zudem die Unkenntnis der Jugend in Bezug auf Geschichte und Politik hervor.
00:12:59: Zitat Die sich in jüngster Zeit manifestierende Anniedrigung von Menschen zu Nichtigkeiten Wie sie in China von den Roten Garten praktiziert wird, wird von der Jugend als freudiges Vorbild angesehen.
00:13:15: Was für ein leichtfertiges Unverständnis der zeitlosen menschlichen Natur!
00:13:20: was für ein naives Vertrauen unerfahrender
00:13:23: Herzen!".
00:13:26: In Der Verfall der Kultur seiner Rede von Griff soll Shinitzin Themen seiner Nobelpreisrede von vor fünfundzwanzig Jahren wieder auf.
00:13:38: Obwohl er sich an die russische Akademie der Wissenschaften wandte, bleibt die Botschaft universell.
00:13:45: Er argumentierte das Zitat Der Kern historischer Prozesse nicht an der sichtbaren Oberfläche sondern in der geistigen Tiefe liegt und dass Die Kultur uns ihre unverfälschten Tiefen erst dann wieder erschließen wird, wenn die Erneuerung eines moralisch empfänglichen Bodens stattfindet.
00:14:20: beharrlich daran festhalten, das innere Leben unseres Geistes und unserer Seelen vor dem Untergang zu bewahren.
00:14:28: Es zu erheben, zu stärken und weiterzuentwickeln – jenes Leben dass die Kultur ist.
00:14:37: Aktueller denn je!
00:14:40: Schon eine flüchtige Betrachtung von solchen Zinsreden zeigt, daß ihr Inhalt und ihre Ratschläge für unsere Zeit nach wie vor genauso relevant sind vielleicht sogar noch mehr.
00:14:52: Ersetzt man die Namen und Daten, passt man die Umstände an – so stellen wir fest das unsere Kultur und wir selbst.
00:15:00: Von den selben Winden und demselben Regen gebeutelt werden, die er vor einem halben Jahrhundert beschrieb.
00:15:08: Dass einige von uns in seinen Reden noch immer Weisheit und Orientierung finden ist eine Hommage an seine
00:15:15: Weitsicht.".
00:15:17: Solchiniziens Analyse vertieft unser Verständnis der heutigen verarmten und oft groben Kultur.
00:15:25: Auf seltsame Weise bringt dieses Verständnishoffnung!
00:15:29: Wir mögen zwar nicht in der Lage sein, die stürmischen Gewässer um uns herum zu beruhigen – aber wir können zum Ufer der Wahrheit, Schönheit und Güte schwimmen auf das er hinweist.
00:15:42: Auf diese Weise können wir mehr Mensch werden.
00:15:48: die, Zitat in diesen dunklen Zeiten durchhalten.
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