Steuerreform: Wie viel von 10 Milliarden Euro Entlastung übrig bleibt #62
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00:00:00: Herzlich willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Analyse, Finanzpolitik des Bundes.
00:00:08: Steuerreform – wie viel von zehn Milliarden Euro Entlastung übrig bleibt?
00:00:14: Die Bundesregierung verspricht ab twenty-sevenundzwanzig Steuerentlastungen von rund zehn Milliarden euro.
00:00:21: Doch höhere Sozialbeiträge und gekürzte Vergünstigungen könnten den Effekt der Steuerre Form deutlich schmälern.
00:00:29: Ein Beitrag von Reinhard Werner vom neunzehnten August zwanzig, am Mikrofon Joachim Wettermann.
00:00:36: In Kürze Zehn Milliarden Euro Entlastung durch Steuerreform.
00:00:41: Die Bundesregierung will Bürger ab zwei tausend siebenundzwanzig vor allem bei der Einkommenssteuer und bei Familienleistungen entlasten.
00:00:49: Neue Belastungen Gekürzte Steuervergünstigungen und steigende Sozialbeiträge könnten einen Teil der Entlastungen wieder aufzählen.
00:00:58: Besonders betroffen Kinderlose Einverdiener-Ehepaare drohen durch die geplante Einschränkung der beitragsfreien Familienversicherung deutlich stärker belastet zu werden.
00:01:10: Auf etwa zehn Milliarden Euro schätzt die Bundesregierung den Entlastungseffekt der Steuerreform, die zum ersten Januar in Kraft treten soll.
00:01:20: Sie bezeichnet das Vorhaben als bedeutende Erleichterungen für Steuernpflichtige mit kleinen und mittleren Einkommen.
00:01:27: Vor allem Familien mit Kindern sollen dadurch angesichts deutlich gestiegener Preise für Energie, Mobilität, Wohnen und andere Bereiche des täglichen Lebensentlastung erfahren.
00:01:38: Außerdem drückt die Bundesregierung die Hoffnung aus dass die Steuerreform einen Impuls für Wachstum- und Beschäftigung setzt.
00:01:46: Steuerzahlerbund nennt Steuereform Zitat Scherz oder Provokation.
00:01:54: Um den Effekt zu bewirken, soll der Grundfreibetrag bis zum Jahr zwanzig auf etwa zwölftausend neunhundert Euro steigen.
00:02:01: Derzeit liegt dafür alleinstehende bei zwölftausend dreihundertundvierzig Euro.
00:02:07: Auch der Arbeitnehmer-Pause-Betrag soll von ein tausend zweihundertdreißig auf einen tausenden vierhundert dreißig Euro steige.
00:02:14: Dazu kommen Anpassungen nach oben beim Kindergeld und Kinderfreibetrag.
00:02:20: Eine vierköpfige Familie mit einem Haushaltseinkommen von etwa sechzig Tausend Euro soll durch die Steuerreform ab zwei tausend achtundzwanzig jährlich mehr als sechshundert Euro mehr pro Jahr zur Verfügung haben, als heute.
00:02:32: Diesen Entlastungen stehen deutliche Teuerungstendenzen der vergangenen Jahre und insbesondere der explodierenden Treibstoffpreise seit Beginn des Irankriegs gegenüber.
00:02:43: Der Bund der Steuerzahler nannte die Reform laut Wirtschaftswoche Zitat Scherz oder Provokation.
00:02:51: Kritik kam auch von Mecklenburg-Vorpommern CDU Landeschef Daniel Peters, dieser erklärte angesichts zusätzlicher Belastungen bleibe vom Entlastungseffekt Zitat nicht mal ein Drittel übrig.
00:03:04: Einige davon sind im Reformpaket selbst enthalten.
00:03:07: So soll der Handwerkerbonus von bisher zwanzig auf künftig fünfzehn Prozent der begünstigten Arbeitskosten sinken.
00:03:15: Dies verringert den maximalen Steuerabzug in diesem Bereich von twelvehundert auf neunhunderteuro.
00:03:21: Die pauschale Steueraufminijobs soll von zwei auf fünf Prozent steigen und es gibt mehr Belastungen für sehr hohe Einkommen über höhere Spitzensteuersätze.
00:03:32: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, SPD hat die Reform verteidigt.
00:03:37: SPD und Union hätten bewusst den Fokus auf die kleineren und mittleren Einkommen und die Familien
00:03:42: gelegt.".
00:03:44: Für eine Familie mit zwei Kindern erreichen wir eine Entlastung von etwa sechshundert Euro im Jahr, behauptete er.
00:03:51: Das solle keiner klein reden!
00:03:53: Und weiter – Wir haben uns im Koalitionsausschuss gemeinsam entschieden diesen Schwerpunkt zu setzen was den Entlastungen an zusätzlichen Aufwendungen gegenübersteht.
00:04:04: Mehr noch als direkte Effekte der Steuerreform drohen andere politische Entscheidungen oder Entwicklungen, die tatsächliche Höhe der geplanten Entlastung zu beeinflussen.
00:04:14: So steigen in mehreren Bereichen der Sozialversicherung die Beitragsbemessungsgrenzen.
00:04:20: Zusätzlich zur ohnehin vorgesehenen Anpassung aufgrund der Lohnentwicklung soll es in der gesetzlichen Krankenversicherung GKV eine zusätzliche Anhebung um dreihundert Euro geben.
00:04:32: Kinderlose müssen sich auf höhere Beiträge zur Pflegeversicherung einstellen.
00:04:36: Dazu kommt eine voraussichtliche Steigerung des Rentenbeitrags bis zu den Jahren von derzeit von der Zeit um die Jahrzehnte bis zum Jahrzehn bis zu zwei Prozent des Bruttolohns in Anspruch nehmen.
00:04:57: Davon soll je die Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern eingezahlt werden.
00:05:03: Dadurch könnte vor allem bei mittleren und höheren Einkommen der Einsparungseffekt durch die Steuerreform teilweise oder sogar vollständig zunichte gemacht werden.
00:05:14: Ein wesentlicher Faktor, der darüber hinaus noch zum Tragen kommt ist die GKV-Reform – diese schränkt die zuvor über Jahrzehnte hinweg unangetastete beitragsfreie Familienversicherung von Ehegarten ein.
00:05:28: In den meisten Fällen wird die Mitversicherung nur noch gegen einen Beitragszuschlag möglich sein!
00:05:35: Dieser soll zwei Komma fünf Prozentpunkte der beitragspflichtigen Einnahmen des Hauptversicherten betragen.
00:05:42: Alleinverdiener-Ehepaare besonders betroffen.
00:05:46: Von dieser Maßnahme, die ab dem Jahr zwanzig in Kraft treten soll, erhofft sich der Bund Einsparungen von mehreren Milliarden Euro für die GKV.
00:05:56: Zudem will die Regierung auf diese Weise Anreize für eine stärkere Vollzeiterwerbstätigkeit schaffen.
00:06:03: Am stärksten von den Einschränkungen betroffen wären Alleinverdienerehepaare ohne Kinder.
00:06:10: Neben der Problematik der GKV-Reform und möglicher höherer Rentenbeiträge macht auch die Entwicklung der Energiepreise deutlich, dass eine Steuerentlastung nicht automatisch mehr Kaufkraft bedeutet.
00:06:23: Zwar bleibt der CO²-Preis vorerst weiterhin zwischen fifty-fünfzig und sechzig Euro je Tonne.
00:06:31: Eine Kompensation über ein Klimageld ist zwar im Koalitionsvertrag angesprochen, aber noch nicht umgesetzt.
00:06:39: Ökonom hält höhere Mehrwertsteuer für sinnvoll.
00:06:43: Trotz des gleichbleibenden CO-Preises steigen die Kosten für Benzin, Diesel und Erdgas in Folge des Krieges in der Golfregion und der Lage in der Straße von Hormus.
00:06:54: Der Emissionshandel verteuert darüber hinaus jetzt schon indirekt Transport-, Produktion-, Heizung-und andere Güter.
00:07:03: Der angekündigten Steuererleichterung steht demnach auch in diesen Bereichern Anstieg der Lebenshaltungskosten gegenüber.
00:07:10: Offen bleibt zudem, ob die Erhöhung der Mehrwertsteuer dauerhaft vom Tisch ist.
00:07:15: Der Ökonomenpräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft Moritz Schuler-Rick hat sich dazu jüngst im Magazin Kapital geäußert.
00:07:24: So sollen Union und SPD im Frühjahr darüber gesprochen haben, Es wäre der erste Schritt in dieser Größenordnung seit Jahrzehnte.
00:07:39: Die Anhebung der Mehrwertsteuer hätte eine größere Steuerentlastung oder Senkung der Sozialbeiträge ermöglichen sollen, allerdings hätte man die Idee aufgrund der Teuerung infolge des Iran-Kriegs und aus Furcht vor größeren Protesten verworfen.
00:07:53: Stattdessen sei die Steuerreform kleiner ausgefallen.
00:07:57: Schulerrik ist ein Befürworter der Idee, die Mehrwertssteuer deutlich anzuheben.
00:08:03: Mit den Mehreinnahmen könne man Steuerentlastungen an anderer Stelle und eine Senkung der Sozialbeiträge finanzieren, so der Ökonom.
00:08:11: Ziel müsse es sein," – Unternehmen und Konsumenten wieder mehr Spielraum für eigene Ausgaben- und Investitionsentscheidungen zu
00:08:19: geben.".
00:08:21: Nur dies eröffnet die Aussicht auf eine echte und dauerhafte Belebung der hiesigen Wirtschaft.
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